Beispiele

 

Mit etwas Geschick kann man sich aus den Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen.“
Robert Lembke (deutscher Quizmaster, 1913–1989)

 

Beispiel 1: „Das Glas ist halb leer oder halb voll.“
Beides meint das Gleiche, aber die Betrachtungsweise ändert viel: „halb leer“ weckt andere Gefühle als „halb voll“.

Beispiel 2: Ein verregnetes Wochenende.
Wir können uns davon die Stimmung verderben lassen – „So ein Sauwetter, nichts kann man draußen machen!“
… Oder uns auf die angenehmen Seiten besinnen – „Endlich kein ‚Freizeitstress‘, sondern ohne schlechtes Gewissen
zu Hause gemütlich lesen, Musik hören, kuscheln, ausschlafen …!“

Beispiel 3: „Das schaff‘ ich nicht, ich bin zu dumm (zu schwach, zu jung, zu alt, zu dick, zu dünn …).“
Wenn wir angesichts einer Herausforderung so denken, ist das, als würden wir uns selbst ins Knie schießen. Sagen
wir einmal zu uns: „Das schaff‘ ich einfach nicht!“ und dann „Ich schaff‘ das, ich bin gut!“ Fühlen wir einmal nach,
wie unterschiedlich sich das anspürt: Die erste Variante macht mutlos und schwach, die zweite Variante gibt Kraft
und Zuversicht.

Beispiel 4: „Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich … (dieses oder jenes tun, kaufen …)!“
Was hindert uns wirklich daran, dieses Ziel mit aller Kraft anzustreben? Welche Umstände scheinen die Wunscherfüllung zu verunmöglichen? Wollen wir dieses Ziel wirklich erreichen oder wollen wir nur träumen, jammern, sich bemitleiden (lassen)? Was hindert uns wirklich daran, so zu leben, wie wir es wollen? Was brauchen wir zum Glücklichsein?

Beispiel 5: Eine chronische Krankheit. 
Der/die Betroffene leidet unter Beschwerden, muss Medikamente nehmen, fühlt sich gehandikapt, kann nicht mehr so wie früher – Er/sie fühlt sich benachteiligt, nicht mehr vollwertig, vom Leben bestraft … Eine Krankheit setzt uns neue Grenzen, aber sie hat auch gute Seiten und kann eine Chance sein. Das klingt unglaublich, aber: Vielleicht dürfen wir uns mehr schonen, uns mehr Zeit für uns selbst und wichtige Dinge nehmen, vielleicht werden wir behutsamer behandelt. Vielleicht erkennen wir, dass wir uns bisher überstrapaziert haben, dass andere Werte zählen und dass wir nicht immer alles perfekt machen müssen …

Beispiel 6: Wir wollen unseren Lebensstil ändern. 
Wir wollen mehr Sport betreiben, abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, gesünder essen … – aber der „innere Schweinehund“ ist immer wieder stärker als unsere guten Vorsätze. Mit einem individuell maßgeschneiderten Mentaltraining gelingt es jedem Menschen leichter, Herr über seinen „Hund“ zu werden.